Da die Jugendklasse nun recht gut für die Turnierleitung planbar war, mit nur 23 Spielen inklusive Finale, wurden auch die Doppel mit drei Gewinnsätzen ausgetragen. Während in Gruppe 1 und 3 nach der Vorrunde die End-Ergebnisse eindeutig waren, musste in Gruppe zwei genauer hingeschaut werden, ehe feststand, dass Anton Barke (TTC Hattorf) und nicht Felix Pätzmann ( TTC Herzberg) mit identischem 1:2 Spielverhältnis aber besserem Satzverhältnis in die Endrunde einziehen konnte. Aber es nutzte Anton wenig, da er von Helene Silter (SG Rhume) glatt in drei Sätzen aus dem Wettbewerb geschossen wurde. Sie mühte sich nach einem 0:2 Satzrückstand gegen Lennox Schmidt (TTC Pe-La-Ka) in die Verlängerung von Satz 3 – 12:10, erkämpfte nach Satz vier mit 14:10 den Gleichstand und zog nach einer Energieleistung in Satz fünf – 12:10 verdient ins Finale ein.

Dort traf sie auf Michelle Podolski (TTC Herzberg), die vom Pensum  der gespielten Sätze das gleiche absolviert hatte: 3-Satz-Sieg über Jasper Bode (TTC Pe-La-Ka), 5-Satz-Erfolg ebenfalls nach Rückstand über dann Dritten Kim Pliushchansky (TuSpo Weende).

Im hochklassigen Finale hatte Pokerface Michelle die besseren Nerven, setzte sich jeweils 12:10, 12:10 durch und stieß in Satz drei bei Helena mit 11:4 auf kaum noch Gegenwehr. Michelles persönliche Erfolgsstory rundete der Doppeltitel ab, den sie gemeinsam mit Clubkameradin  Mariia Babych  gegen Samuel Grefe/Kim Pliushchansky (TuSpo Weende) holte.

Nach dem Abschluss dieser Jugendklasse stand fest, dass der Wanderpokal im Jahr 2026 wieder einmal zum TTC Hattorf ging, den Kevin Adner abends entgegennahm.

Superpünktlich verkündete die Turnierleitung dann, dass die beiden Erwachsenen-Klassen 1400 und 1750 Punkte  um 14:00 Uhr in die Wettbewerbe starten durften. Für die beiden Gruppen mit 23 und 26 Teilnehmern wurde die Nicolaihalle quasi geteilt und die Partien an je 4 Tischen ausgetragen. Jetzt hatte auch das „Kantinen-Personal“ einmal Zeit, einige Partien zu verfolgen, unterbrochen von nur sporadischen Kalorien-Einkäufen, witzige Wortwechsel eingeschlossen: „Ich brauch‘ Nervennahrung (nee, kein Kuchen) – gib mal eine Bulette!“ Jedem also das Seine.

Bei der Klasse bis 1400 QTTR-Punkte war geographisch fast die größte Ausdehnung an Sportlern vertreten – von Ilmetal (bei Einbeck) bis Othfresen, Hahndorf, verschiedene Göttinger Vereine über Astfeld bei Goslar und natürlich die unmittelbaren Nachbarn aus dem Altkreis, insgesamt kamen die 26 Teilnehmer aus 16 verschiedenen Vereinen. Am Ende des Tages ehrte Michael Recht den „Kleinsten, der heute der Größte ist“ – Lasse Kjell Hüne vom Bovender SV wurde Stadtmeister mit nur zwei abgegebenen Sätzen. Das Göttinger Talent wurde von Mama und Papa, sowie drei Stoffmaskottchen unterstützt und ließ auch seinem Finalgegner Torsten Jenkowski (SV Ilmetal) nur im ersten Satz etwas Luft (19:17), setzte sich souverän anschließend mit -5 und -6 durch. Gemeinsame Dritte wurden Timm Janssen ( SV Hahndorf) und Stefan Sommer ( TTC Herzberg).

Die Doppelkonkurrenz ging an die Hattorfer Jan Kuttig / Kevin Adner, die das Vater-Sohn-Duo Stegemann / MTV Othfresen in fünf Sätzen niederkämpften.   

In der Klasse bis 1750 war für den gestrigen Sieger Timon Zimmermann nach zwei Vorrundenspielen Endstation, auch die beiden Weender Jugendbetreuer Marco Gräser und Jakob Neumann durften nach je drei Partien endlich ins Wochenende starten.  Nachdem die zwölf Teilnehmer der Endrunde ermittelt waren, starteten die Doppel – zwar recht beengt, aber irgendwie wurde auch dieses Problem gelöst. Im Endspiel trafen mit Gabriel Becker/Karsten Kühne (Herzberg-Hattorf) und Dennis Oppermann/Philipp Oppermann( ESV Goslar) zwei eingespielte Doppel aufeinander, bei dem die Nordharzer diesmal klar nach drei Sätzen die Nase vorn hatten.  Alle vier Spieler nahmen auch an der Endrunde teil, wobei Dennis erst ein Freilos erwischte, dann auf Devin Falinski (Pe-La-Ka) traf. Dieser suchte Hilfe bei Papa Kazimierz, der auf die Feststellung von Sohn Devin „Das sind alles dumme Fehler“ die passende Coaching-Antwort hatte: „Dann mach sie doch nicht“! Ja, so einfach kann Tischtennis sein….Es nutzte nichts, Dennis Oppermann zog nach seinem Sieg auch an Jamie Joel Hampel (TTC Herzberg) vorbei ins Finale ein. Gegner war Manuel Bieschke (SG Rhume), der ebenfalls eine Verschnaufpause erwischt hatte, sich dann über Philip Köhler (TSV LaHo) und nach anstrengenden fünf Sätzen gegen Vereinskamerad Torsten Reinhardt an Tisch zwei einfand. In diesem hitzigen Spiel, was sich über die volle Distanz zog, bekamen nicht nur die noch zahlreich anwesenden  Zuschauer einiges geboten- auch Oberschiedsrichter Rudi Krause rückte näher ans Geschehen, weil die Auseinandersetzung nicht nur am Tisch sondern auch lautstark verbal erfolgte. Unter Androhung von gelber oder roter Karte (ja, auch das gibt es beim Tischtennis!) beruhigten sich die Gemüter und es wurde wieder hochkonzentriert um jeden Ball gekämpft. Glücklicher Sieger war letztlich Manuel Bieschke, der sich über sein Handtuch sehr freute – und eine neue Urkunde, diesmal mit „e“, wird er sicher noch nachgereicht bekommen.

Für die vielen Helfer, die Salat-und Kuchenspender, Turnierleitungscrew, Auf-und Abbau-Team endete auch dieser Tag spät, aber mit dem schönen Gefühl, vielen Startern wieder ein optimales Umfeld mit bestmöglicher Abwicklung geboten zu haben.

Wir freuen uns auf ein Wiedersehen im März 2027!